Feuerverbot gilt auch in Fasanerie und am Hegbachsee
Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Waldbrandgefahr in Groß-Gerau sind offenes Feuer und Grillen auf Wiesen und im Wald derzeit untersagt. Das Verbot gilt unter anderem in den beliebten Naherholungsgebieten Fasanerie und Hegbachsee. Die Stadtpolizei will die Einhaltung verstärkt kontrollieren.
Temperaturen von mehr als 30 Grad und fehlender Niederschlag haben Böden, Unterholz und Totholz stark ausgetrocknet. Wie außergewöhnlich trocken der Sommer bislang ist, zeigen die Messwerte des Deutschen Wetterdienstes in Wallerstädten: Dort wurden im Juli 2026 lediglich 5,2 Millimeter Niederschlag registriert. Das langjährige Mittel für den Juli liegt bei 58 Millimetern.
Der Außengrillplatz am Hegbachsee ist bereits seit mehreren Wochen gesperrt. Grillen ist dort nur in der Grillhütte erlaubt. Die Stadt weist darauf hin, dass das Verbot auch für selbst mitgebrachte Grills gilt.
„Ich appelliere an alle, sich umsichtig zu verhalten“, erklärt Bürgermeister Jörg Rüddenklau. In der aktuellen Situation könne schnell ein Brand entstehen, der nur schwer unter Kontrolle zu bringen sei.
Auch Rauchen kann Brände auslösen
Im und am Wald sollte derzeit keinesfalls geraucht werden. Zigarettenkippen dürfen nicht aus Fahrzeugen geworfen werden. Autos sollten ausschließlich auf ausgewiesenen Flächen abgestellt werden, da heiße Auspuffanlagen oder Katalysatoren trockene Vegetation entzünden können.
Auch Flaschen und Glasscherben haben im Wald nichts zu suchen. Zwar tritt der sogenannte Brennglas-Effekt nur selten auf, dennoch sollten mögliche Brandrisiken vermieden werden.
Keine Grablichter auf Groß-Gerauer Friedhöfen
Aufgrund der Trockenheit gelten zusätzliche Einschränkungen auf den Friedhöfen in der Klein-Gerauer Straße, in der Waldstraße sowie in Berkach, Dornheim und Wallerstädten. Dort hat die Friedhofsverwaltung offene Grablichter und Kerzen verboten. Elektrische beziehungsweise LED-Kerzen dürfen weiterhin verwendet werden.
Die Stadt bittet zudem darum, auf Glasbehälter und andere Grabausstattungen aus Glas zu verzichten. Auf dem Friedhof in der Klein-Gerauer Straße hatte es bereits Ende Mai gebrannt.
Strengstens untersagt ist derzeit auch die Unkrautvernichtung mit Feuer. Die Stadt Groß-Gerau bittet angesichts der hohen Brandgefahr um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme.
(GROSS-GERAU – RED/PSGG)
Beitragsbild: Angesichts der hohen Waldbrandgefahr sind das Grillen und offenes Feuer auf Wiesen und im Wald untersagt. Davon betroffen sind in Groß-Gerau unter anderem die Naherholungsgebiete Fasanerie und Hegbachsee. Foto: Kreisstadt Groß-Gerau/Jörg Monzheimer

