Gewerkschaftsbund wendet sich gegen Kürzungen im Sozialbereich und fordert eine stärkere Finanzierung des Sozialstaats
Der DGB Darmstadt-Dieburg ruft Beschäftigte sowie Bürgerinnen und Bürger aus Darmstadt und dem Landkreis zur Teilnahme an einer Demonstration am Samstag, 26. September 2026, in Frankfurt am Main auf. Unter dem Motto „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“ will der Gewerkschaftsbund für den Erhalt und die Stärkung des Sozialstaats demonstrieren. Angaben zu Uhrzeit, Treffpunkt und gemeinsamer Anreise sollen noch folgen.
Der Kreisverband wendet sich insbesondere gegen Kürzungen bei Renten, Gesundheit und Sozialleistungen. Stattdessen fordert er unter anderem höhere Investitionen in öffentliche Infrastruktur und eine stärkere finanzielle Beteiligung hoher Einkommen, großer Vermögen und hoher Erbschaften.
DGB Darmstadt-Dieburg warnt vor Folgen von Sozialabbau
„Wir widersprechen entschieden der Darstellung, dass Kürzungen bei Renten, Gesundheit und Sozialleistungen alternativlos seien“, erklärt Peter Grünig, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Darmstadt-Dieburg. Wer den Sozialstaat schwäche, gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und das Vertrauen in demokratische Institutionen.
Der DGB sieht soziale Sicherheit dabei auch als Faktor für eine stabile Demokratie. Wenn Menschen den Eindruck hätten, mit ihren Sorgen allein gelassen zu werden, könne dies zu Verunsicherung führen, die von rechtsextremen Kräften ausgenutzt werde, so Grünig.
Forderungen zu Rente, Pflege und öffentlicher Infrastruktur
Zu den Forderungen des Kreisverbandes gehört, Kinder- und Jugendhilfe sowie Eingliederungshilfe finanziell abzusichern. Genannt werden unter anderem Schulbegleitungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sowie das Wunsch- und Wahlrecht beim selbstbestimmten Wohnen.
In der Rentenpolitik fordert der DGB eine Stabilisierung und Anhebung des Rentenniveaus auf bis zu 53 Prozent. Das bisherige Renteneintrittsalter und die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren sollen erhalten bleiben.
Zudem spricht sich der Gewerkschaftsbund gegen eine Aufweichung des Acht-Stunden-Tages und einen pauschalen Stellenabbau im öffentlichen Dienst aus. Stattdessen fordert er Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, öffentlichen Personennahverkehr, Pflege, Bildung und tarifgebundene Arbeitsplätze. Auch eine solidarische Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege gehört zu den genannten Vorschlägen.
(RED/PM/Peter Grünig)

