Wiederholte Vorfälle in mehreren Stadtteilen – Stadt appelliert an Eltern und Jugendliche
Nach wiederholtem Zünden von Feuerwerkskörpern in verschiedenen Weiterstädter Stadtteilen ruft die Stadt zu mehr Rücksichtnahme auf. Besonders problematisch sei Feuerwerk in der Nähe von Wald-, Feld- und Biotopflächen sowie von Alten- und Pflegeheimen. Die Stadt erinnert zugleich daran, dass Feuerwerk außerhalb der gesetzlich zulässigen Zeiten grundsätzlich nicht ohne entsprechende Genehmigung abgebrannt werden darf.
In den vergangenen Wochen seien wiederholt Feuerwerkskörper gezündet worden, teilt die Stadt mit. Neben der möglichen Gefährdung von Menschen weist sie insbesondere auf die Auswirkungen auf Haus- und Wildtiere sowie auf die Brandgefahr in trockenen Vegetationsbereichen hin.
Stadt verweist auf Brandgefahr und Wildtiere
Plötzliche Licht- und Knalleffekte können Wildtiere aufschrecken und zur Flucht veranlassen. In der Nähe von Straßen könne dies auch zu gefährlichen Situationen im Verkehr führen.
Nach Angaben der Stadt liegt die Zahl der Feuerwehreinsätze wegen kleinerer Wald- und Flächenbrände in diesem Jahr über dem üblichen Niveau. Bei trockener Vegetation könnten bereits Funken Brände auslösen. Besondere Vorsicht sei deshalb an Wäldern, Waldrändern und Biotopflächen erforderlich.
Auch mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest bittet die Stadt darum, Wildtiere nicht unnötig zu beunruhigen. Aufgeschreckte Wildschweine könnten ihre Rückzugsgebiete verlassen, Straßen queren oder sich in stärker von Menschen und Haustieren frequentierte Bereiche bewegen.
Feuerwerk außerhalb der erlaubten Zeiten
Die Stadt weist darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerk außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Zeiten oder ohne eine erforderliche Genehmigung einen Rechtsverstoß darstellen und mit einem Bußgeld geahndet werden kann.
„Ein gutes Miteinander funktioniert dann, wenn wir nicht nur darauf schauen, was wir selbst gerade tun möchten, sondern auch darauf, welche Auswirkungen unser Handeln auf andere hat“, sagt Bürgermeister Niklas Gehnich.
Appell an Eltern und Erziehungsberechtigte
Besonders angesprochen werden Eltern und Erziehungsberechtigte. Sie sollten Kinder und Jugendliche über Gefahren, Altersgrenzen und rechtliche Vorgaben beim Umgang mit Feuerwerkskörpern informieren.
Die Stadt weist zudem darauf hin, dass Feuerwerkskörper teilweise über das Internet bestellt würden, ohne dass Eltern davon Kenntnis hätten. Sie empfiehlt deshalb, auch Bestellungen und Lieferungen im Blick zu behalten.
Neben den Familien könnten Schulen und Vereine dazu beitragen, Kinder und Jugendliche für mögliche Folgen des Feuerwerks und die Gründe für bestehende Regeln zu sensibilisieren.
Wo Menschen, Tiere, Natur oder Eigentum konkret gefährdet werden, will die Stadt nach eigenen Angaben einschreiten.
(WEITERSTADT – RED/PSW)

