Daphnien treten derzeit in großen Schwärmen in der Nachklärung auf und reagieren empfindlich auf Schadstoffe
In der Kläranlage Griesheim haben sich derzeit zahlreiche Wasserflöhe angesiedelt. Die als Daphnien bezeichneten Kleinstlebewesen treten in den Becken der Nachklärung in großen Schwärmen auf. Nach Angaben der Stadt ist ihr Vorkommen ein Hinweis auf die dort vorhandene Wasserqualität.
Daphnien sind nur etwa ein bis fünf Millimeter groß und besitzen einen durchsichtigen Panzer. Normalerweise leben sie unter anderem in Teichen, Tümpeln, Seen und Gräben. Sie ernähren sich, indem sie Plankton und Algen aus dem Wasser filtern.
Große Schwärme in der Nachklärung
In der Kläranlage Griesheim treten die Tiere derzeit in besonders großer Zahl auf. Solche massenhaften Vorkommen werden als „Daphnia Bloom“ bezeichnet.
Die Wasserflöhe tragen nach Angaben der Stadt zur weiteren Reinigung des Wassers bei, indem sie Plankton und Algen herausfiltern.
Daphnien reagieren auf Schadstoffe
Daphnien reagieren empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität. Bei einer Belastung mit Schadstoffen kann sich ihr Bewegungsverhalten verändern. Sehr langsame oder ausbleibende Bewegungen können deshalb auf eine Verschlechterung der Wasserqualität hinweisen.
Das derzeit zahlreiche Auftreten der Wasserflöhe in der Nachklärung wertet die Stadt als Zeichen dafür, dass die kleinen Organismen dort geeignete Lebensbedingungen vorfinden.
(GRIESHEIM – RED/PSG)

