Landschaftspflegeverband bittet bis 10. Oktober um Beobachtungen von Familienverbänden
Der Landschaftspflegeverband Kreis Groß-Gerau ruft dazu auf, Beobachtungen von Rebhuhn-Ketten zu melden. Noch bis zum 10. Oktober 2026 werden deutschlandweit Familienverbände der Rebhühner erfasst. Die Daten sollen unter anderem Aufschluss darüber geben, wie erfolgreich die diesjährige Brut war.
Die Erfassung läuft seit dem 15. August im Rahmen des Verbundprojekts „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“. Der Landschaftspflegeverband Kreis Groß-Gerau ist Projektpartner, das hessische Ried eines von zehn Projektgebieten.
Alt- und Jungvögel lassen sich noch unterscheiden
Während der Brutzeit leben Rebhühner vergleichsweise versteckt. Nach deren Ende sind sie häufiger in Familienverbänden unterwegs, die als „Ketten“ bezeichnet werden. In diesen Gruppen verbringen die Tiere Herbst und Winter.
Für die Erfassung ist der derzeitige Zeitpunkt besonders interessant, weil sich Alt- und Jungvögel noch unterscheiden lassen. Neben der Zahl der beobachteten Tiere ist deshalb die Alterszusammensetzung einer Rebhuhn-Kette von Bedeutung. Sie kann Hinweise darauf liefern, ob es sich um eine Familie mit erfolgreicher Brut oder um einen Zusammenschluss mehrerer Altvögel handelt.
Die Daten werden vom Dachverband Deutscher Avifaunisten für das Verbundprojekt ausgewertet.
Beobachtungen online melden
Wer Rebhühner beobachtet, kann die Sichtung über das Portal ornitho.de oder die NaturaList-App melden. Besonders gut lassen sich die Tiere nach Angaben des Landschaftspflegeverbandes in der Abenddämmerung, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, beobachten.
Geeignete Stellen sind ruhige Feldwege und andere Randstrukturen sowie die Ränder von Blühflächen und Hecken.
Hinweise zur Unterscheidung von Alt- und Jungvögeln und zur Erfassung der Rebhuhn-Ketten gibt es auf der Internetseite des Projekts.
Informationen zur Erfassung von Rebhuhn-Ketten
Das Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ ist Teil des Bundesprogramms Biologische Vielfalt. Ziel ist es, die Rebhuhnbestände zu stabilisieren und zugleich Lebensräume in der Agrarlandschaft aufzuwerten.
(GROSS-GERAU – RED/PM)
Beitragsbild: Eine Rebhuhn-Kette auf einem Feldweg, fotografiert von Olaf Lübke

