Stadt sieht noch keine etablierte Population und gibt Vorsorgetipps
Im Westen Darmstadts ist erneut eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) gefunden worden. Nach Angaben der Wissenschaftsstadt Darmstadt handelt es sich bislang um einen Einzelnachweis. Hinweise darauf, dass sich in Darmstadt bereits eine dauerhafte Population der Mückenart gebildet hat, liegen derzeit nicht vor.
Über den aktuellen Fund wurde die Stadt von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) informiert. Auch zuvor waren dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP) einzelne Funde aus Darmstadt gemeldet worden.
Die Asiatische Tigermücke gilt als potenzielle Überträgerin verschiedener Krankheitserreger, darunter Dengue- und Zika-Viren. Das Risiko einer Übertragung in Deutschland wird derzeit jedoch als gering eingeschätzt. Damit eine Tigermücke einen Erreger auf einen Menschen übertragen kann, muss sie diesen zuvor bei einem infizierten Menschen oder Tier aufgenommen haben.
Stadt ruft zur Vorsorge auf
„Das Gesundheitsamt nimmt den Fund sehr ernst, weil die Asiatische Tigermücke eine potenzielle gesundheitliche Gefahr darstellt“, erklärt Gesundheitsdezernent André Schellenberg. Treten wenige Tage nach einem Mückenstich Beschwerden wie Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf, sollten Betroffene die Symptome ärztlich abklären lassen.
Umweltdezernent Michael Kolmer verweist auf die klimatischen Bedingungen: Durch den Klimawandel und mildere Winter könne sich die Asiatische Tigermücke zunehmend auch in Deutschland ansiedeln. In zahlreichen südeuropäischen Ländern sei sie bereits etabliert.
Kleine Wasseransammlungen vermeiden
Um eine dauerhafte Ansiedlung in Darmstadt möglichst zu verhindern, ruft die Stadt dazu auf, potenzielle Brutstätten zu beseitigen. Die Tigermücke legt ihre Eier bevorzugt in kleinen Ansammlungen stehenden Wassers ab.
Bürgerinnen und Bürger sollten deshalb stehendes Wasser in Topfuntersetzern, Eimern und Gießkannen vermeiden beziehungsweise regelmäßig vollständig ausleeren. Wasser in Tiertränken sollte häufig erneuert werden. Regentonnen und Zisternen sollten mückendicht verschlossen und Dachrinnen regelmäßig gereinigt werden.
Auch natürliche Fressfeinde können zur Reduzierung von Mücken beitragen. Dazu gehören unter anderem Libellenlarven, Wasserkäfer, Amphibien, Fische, Fledermäuse und Vögel.
Weitere Informationen zur Asiatischen Tigermücke, möglichen Gesundheitsrisiken und zur Vorsorge bietet das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)

