Flüssiges Streusalz soll die Umwelt entlasten
Beim Winterdienst setzt die Autobahn GmbH zunehmend auf die sogenannte Flüssigstreuung mit FS100. Dabei handelt es sich um eine reine Salzlösung, die als Sole auf die Fahrbahn aufgebracht wird.
Im Vergleich zum herkömmlichen Streuen von trockenem Salz lässt sich die Sole gleichmäßiger verteilen. Sie haftet besser auf der Fahrbahn und kann insbesondere bei vorbeugenden Einsätzen den Salzverbrauch deutlich reduzieren.
Nach Angaben der Autobahn GmbH werden je nach Wetterlage etwa 15 bis 20 Gramm Salz pro Quadratmeter benötigt. Das entspricht ungefähr drei Teelöffeln.
Bei der präventiven Streuung können mit FS100 laut Autobahn GmbH bis zu 70 Prozent Salz eingespart werden. Das senkt die Kosten und verringert zugleich die Umweltbelastung.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Sole mit höherer Geschwindigkeit ausgebracht werden kann. Dadurch lassen sich die Beeinträchtigungen für den fließenden Verkehr reduzieren.
Unterschiedliche Streumittel je nach Wetterlage
Welche Streutechnik eingesetzt wird, hängt von den Temperaturen und den Niederschlägen ab.
Die reine Salzlösung FS100 eignet sich insbesondere für Temperaturen bis etwa minus sechs Grad und bei leichtem Niederschlag.
Bei starkem Schneefall oder strengem Frost wird dagegen das sogenannte Feuchtsalz FS30 verwendet. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus trockenem Streusalz und Sole. Das Salz wird unmittelbar vor dem Ausbringen angefeuchtet, damit es besser auf der Fahrbahn haftet und schneller gegen Glätte wirken kann.
Seit der Wintersaison 2022/2023 setzt die Autobahn GmbH bei der Flüssigstreuung außerdem spezielle Sattelauflieger ein, die teilweise von vollelektrischen Lastwagen gezogen werden.
Die Fahrzeuge können größere Mengen Sole transportieren. Ein solcher Auflieger kann nach Angaben des Unternehmens die Menge für zwei herkömmliche Streutouren mitführen. Dadurch sollen die Einsätze effizienter werden.
Räumfahrzeuge nicht überholen
Die Autobahn GmbH appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, im Winter besonders vorsichtig zu fahren und die Arbeit des Winterdienstes nicht zu behindern.
Insbesondere sollten Autofahrer sogenannte Räumverbände nicht überholen. Vor den Räumfahrzeugen ist die Fahrbahn häufig noch schneebedeckt oder glatt. Wer dort überholt, setzt sich einem erhöhten Unfallrisiko aus.
Bleiben Fahrzeuge auf ungeräumten Abschnitten liegen oder kommt es zu Unfällen, können auch die Räumfahrzeuge nicht mehr weiterfahren. Die Folge sind mitunter längere Staus.
Deshalb empfiehlt die Autobahn GmbH, bei winterlichen Straßenverhältnissen die Geschwindigkeit anzupassen, ausreichend Abstand zu halten und das Fahrzeug rechtzeitig winterfest auszurüsten.
Weitere Informationen zum Winterdienst gibt es auf der Internetseite der Autobahn GmbH des Bundes.
(RED/PM)

