Gesine Kalbhenn-Rzepka und Simon Kalbhenn sind mit Solokonzerten von Brahms und Dvořák in der Christuskirche zu hören
Das Bessunger Kammerorchester gibt am Sonntag, 27. September 2026, um 17 Uhr ein Konzert in der Christuskirche in Darmstadt-Eberstadt. Unter der Leitung von Jan Hansen stehen das Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms und das Cellokonzert h-Moll op. 104 von Antonín Dvořák auf dem Programm.
Die Solopartien übernehmen Gesine Kalbhenn-Rzepka, Konzertmeisterin des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, und Simon Kalbhenn, Solo-Cellist der Sächsischen Staatskapelle Dresden.
Bessunger Kammerorchester spielt Brahms’ Violinkonzert
Johannes Brahms gehörte in den letzten beiden Jahrzehnten seines Lebens zu den führenden Persönlichkeiten der internationalen Musikszene. Als Pianist, Dirigent und Komponist erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrenmitgliedschaften. Seinen Ruhm kommentierte er mit den Worten: „Wenn mir eine hübsche Melodie einfällt, ist mir das lieber als ein Leopolds-Orden.“
Im sogenannten Musikstreit gehörte Brahms zu den Gegnern der Neudeutschen Schule, die insbesondere die Programmmusik von Franz Liszt und Richard Wagner als musikalischen Fortschritt vertrat. Brahms orientierte sich stärker an traditionellen Formen und bevorzugte, was er „dauerhafte Musik“ nannte.
Dabei war seine Musik keineswegs frei von Neuerungen. Über seine erste Sinfonie schrieb Brahms selbst, sie sei „lang und nicht gerade liebenswert“. Sein Violinkonzert op. 77 verbindet einen anspruchsvollen Solopart mit sinfonischer Anlage und einem Wechsel zwischen dramatischen und ruhigeren Passagen.
Dvořáks Cellokonzert entstand in den USA
Mit dem Cellokonzert h-Moll op. 104 steht eines der bekanntesten Werke Antonín Dvořáks auf dem Programm. Der Komponist schrieb es zwischen November 1894 und Februar 1895 während seiner Zeit in den USA. Seit 1892 leitete er das National Conservatory of Music in New York.
Dabei stand Dvořák dem Cello als Soloinstrument zunächst skeptisch gegenüber. Er beschrieb es als „ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt“. Nachdem er das Cellokonzert seines amerikanischen Komponistenkollegen Victor Herbert gehört hatte, begann er jedoch mit einem eigenen Werk.
Johannes Brahms soll nach der Lektüre der Partitur ausgerufen haben: „Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!“ Dvořáks Cellokonzert wurde 1896 in London uraufgeführt.
Konzert in der Christuskirche Eberstadt
Sonntag, 27. September 2026, 17 Uhr, Christuskirche, Darmstadt-Eberstadt
Eintritt: 15 Euro / 20 Euro an der Abendkasse
(DARMSTADT – RED/PM/Jan Hansen)

Beitragsbild: Simon Kalbhenn


