Naturfotografin Yvonne Albe verband im Bürgerhaus Sonne Fotografien aus ganz Europa mit Erkenntnissen zum Zustand der Wälder
Natur- und Landschaftsfotografin Yvonne Albe hat bei einem Vortrag im Bürgerhaus Sonne in Alsbach die Buchenwälder Europas vorgestellt. Mit Fotografien, Filmsequenzen und persönlichen Beobachtungen zeigte sie am 21. August unterschiedliche Buchenwald-Landschaften von Spanien bis Rumänien und von Norwegen bis Italien.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem NABU Seeheim-Jugenheim, dem BUND OV Region Frankenstein und dem Netzwerk Bergsträßer Wald statt. Albe berichtete von ihren Reisen in verschiedene Waldgebiete und von Begegnungen mit Bären, Wildschweinen, Füchsen, Kröten, Vögeln und Insekten. Auch Vogelstimmen aus dem nördlichsten Buchenwald der Erde waren Teil des Vortrags.
Buchenwälder Europas und der Blick auf die Bergstraße
Anhand ihrer Aufnahmen erläuterte Albe, unter welchen unterschiedlichen Bedingungen Buchen wachsen können. Dabei verband sie ihre persönlichen Beobachtungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Frage, welche Rückschlüsse sich daraus für heimische Wälder ziehen lassen.
Zum Abschluss richtete sie den Blick auf den Odenwald und die Bergstraße. „Ich glaube, vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was wir hier für Schätze haben“, sagte Albe. Nach ihrer Einschätzung haben intensive Bewirtschaftung und geringe Holzvorräte die Widerstandsfähigkeit vieler Wälder geschwächt.
Eine zentrale Botschaft des Abends war deshalb, natürlichen Prozessen wieder mehr Raum zu geben. Alte Bäume, Totholz und eine möglichst ungestörte Entwicklung könnten dazu beitragen, vielfältige und widerstandsfähige Waldökosysteme zu erhalten.
(RED/PM/Esther Ostermeyer, Yvonne Albe)
Beitragsbild: Yvonne Albe. Foto: Katja Hammerschmidt

Beitragsbild: Foto: Katja Hammerschmidt

