Frankfurt bekommt einen neuen Sportvorstand, Mainz und Offenbach erleben Rückschläge – Wehen Wiesbaden ist im Aufwind
Ein Rekord und ein neuer Vorstand für die Eintracht, Ernüchterung in Mainz und Offenbach und der SVWW reist im Pokal nach Darmstadt – so sieht es derzeit bei den vier anderen großen Fußballvereinen im Rhein-Main-Gebiet aus.
Frankfurt
Joti Chatzialexiou wird neuer Sportvorstand der Eintracht. Der 50-jährige Frankfurter kommt vom 1. FC Nürnberg und wird ab dem 1. Februar den Gesamtvorstand verstärken. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. Zuvor hatte der Aufsichtsrat den bisherigen Sportvorstand Markus Krösche auf eigenen Wunsch freigestellt. Krösche, der im Sommer 2021 zur Eintracht gekommen war, soll vor einem Wechsel zum AC Mailand stehen.
Nur einen Tag nach seinem 16. Geburtstag debütiert Niko Ilicevic – Neffe des ehemaligen Profis Ivo Ilicevic (u.a. Darmstadt, Kaiserslautern, Hamburger SV) – in der Bundesliga und stellt damit einen Rekord ein. Er kam beim 3:1-Heimsieg gegen den Hamburger SV kurz vor Schluss und zog damit mit dem bisherigen Bundesliga-Rekordhalter Youssoufa Moukoko gleich. Der Stürmer hatte am 21. November 2020 für Borussia Dortmund debütiert.
In der Bundesliga steht die Eintracht auf Rang acht. Im DFB-Pokal gab es ebenfalls ein 3:1 beim Hamburger SV. Nun kommt Borussia Dortmund im Achtelfinale als Gegner nach Frankfurt.
Mainz
Nach einem guten Saisonstart ist in Mainz Ernüchterung eingekehrt. In der Bundesliga ist das Team von Urs Fischer nach einem ganz schwachen Auftritt mit 1:4 bei Aufsteiger SV Elversberg auf Rang neun abgerutscht. Zu Hause holten die 05er gerade einen Punkt aus vier Heimspielen. Und im Pokal schied man in der 2. Runde nach einer uninspirierten Leistung mit 0:2 bei Zweitligist VfL Bochum aus.
Einen Profivertrag erhielt Rael Nakuzola. Der war erst im Sommer von der A-Jugend Rot-Weiss Essens zur Zweitvertretung des 1. FSV Mainz 05 gewechselt, doch dort stieg er schnell zur ernsthaften Alternative bei den Profis auf. Nach zwei Bundesliga-Einwechslungen ist der 19 Jahre alte Linksverteidiger nun auch offiziell Profi.
Wehen Wiesbaden
Nach dem Trainerwechsel von Daniel Scherning zu Jochen Seitz befindet sich Wehen Wiesbaden in einem furiosen Aufwärtstrend mit zuletzt sechs Pflichtspielen ohne Niederlage. Unter den teils deutlichen Siegen war ein 7:1 gegen die SG Sonnenhof Großaspach, wobei Mittelfeldspieler Raul Paula sogar ein Tor von der Mittellinie gelang.
Im Pokal reist der SVWW nach Darmstadt. Allerdings nicht zu Zweitligist SV Darmstadt 98, sondern im Viertelfinale des Hessenpokals zu Verbandsligist Rot-Weiß Darmstadt. Zuvor hatte sich das Team mit einem 3:1-Erfolg bei der SG Bornheim Grün-Weiss für die nächste Runde qualifiziert. Die Viertelfinalpartien sollen im Februar 2027 ausgetragen werden. Der SVWW hat den Pokal, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, zuletzt zweimal hintereinander gewonnen.
Offenbach
Alles andere als golden war der Oktober für den OFC. Nach einem starken Saisonstart gelang den Kickers in dem Monat kein einziger Liga-Sieg. Einziger Pflichtspiel-Erfolg war ein 4:0 im Hessenpokal über Verbandsligist VfR Groß-Gerau, mit dem das Team von Trainer Mark Zimmermannins Viertelfinale einzog. Immerhin konnte man Spitzenreiter SGV Heilbronn-Freiberg am Bieberer Berg ein 1:1-Unentschieden abtrotzen.
Onur Ünlücifci bleibt derweil Offenbach erhalten. Der 29 Jahre alte Linksaußen hatte seit vergangenem Herbst verletzt gefehlt. Im Sommer war sein Vertrag ausgelaufen. Nachdem er nach seiner Verletzung und anschließender Reha seinen Weg zurück auf den Platz gefunden hat, erhielt er im Oktober einen neuen Vertrag beim OFC und kam bereits wieder mehrfach zum Einsatz.
Jenseits der Lilien – Neues aus Frankfurt, Mainz, Offenbach und Wehen
Stephan Köhnlein ist Chefredakteur des unabhängigen Online-Magazins Lilienblog rund um den SV Darmstadt 98. Hier in dieser Rubrik richtet er jeden Monat den Blick über die Lilien hinaus auf die anderen Fußballvereine im Rhein-Main-Gebiet.


