20 Teilnehmer erfahren bei einer fünf Kilometer langen Tour mehr über Fossilien und die Geschichte des Weltnaturerbes
Eine Wanderung durch rund 47 Millionen Jahre Erdgeschichte unternahm der Odenwaldklub Groß-Gerau bei einem Besuch der Grube Messel. 20 Teilnehmer erkundeten bei einer Führung das UNESCO-Weltnaturerbe und erfuhren mehr über die Entstehung der Grube, die dort entdeckten Fossilien und die heutige Forschungsarbeit.
Begleitet wurde die Gruppe von Dr. Annegret Brunner. Sie erläuterte unter anderem die Entstehung des einstigen Maarsees durch vulkanische Aktivität sowie die heutigen Methoden zur Ausgrabung und Konservierung der im Ölschiefer erhaltenen Fossilien.
Fossilien aus einer tropischen Welt
Die Grube Messel gibt Einblicke in eine Zeit, in der in der Region ein tropisches Klima herrschte. Auf dem Weg entlang verschiedener Grabungsfelder beschäftigte sich die Gruppe mit bekannten Funden wie dem Urpferdchen und dem Primatenfossil „Ida“ sowie mit weiteren Tier-, Insekten- und Pflanzenfossilien. Einige Fundstücke konnten die Teilnehmer bei der Führung auch aus der Nähe betrachten und berühren.
Die Tour führte bis auf den Grund des ehemaligen Sees. Dort gehörte auch ein artesischer Brunnen zu den Stationen der Führung, der Wasser aus einer Tiefe von rund 400 Metern fördert.
Abschluss im Besucherzentrum
Nach der rund fünf Kilometer langen Tour besuchte die Gruppe die Ausstellung zur Grube Messel. Dort werden die Entstehung des ehemaligen Maarsees, unterschiedliche Gesteinsarten und die Entwicklung der Landschaft erläutert. Eine inszenierte Zeitreise führte die Besucher rund 47 Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit.
Organisiert wurde die Exkursion vom Naturschutzwart des Odenwaldklubs Groß-Gerau, Thomas Arnold.
(GROSS-GERAU – RED/OWK)

