Bewerbungen für Ausstellungen im Regierungspräsidium Darmstadt sind noch bis 15. Oktober möglich
Kunst mitten in einer Behörde: Mit der Regionalgalerie Südhessen bietet das Regierungspräsidium Darmstadt Künstlerinnen und Künstlern aus der Region seit vielen Jahren eine besondere Ausstellungsplattform. Nach der Eröffnung der aktuellen Ausstellung „LA COSECHA“ richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr. Noch bis zum 15. Oktober können sich Künstlerinnen und Künstler für eine Ausstellung im Jahr 2027 bewerben.
Die Regionalgalerie befindet sich im Regierungspräsidium am Luisenplatz und versteht sich als Teil der regionalen Kulturförderung. Gezeigt werden Arbeiten von Kunstschaffenden aus dem Regierungsbezirk beziehungsweise von Künstlerinnen und Künstlern, die einen nachvollziehbaren Bezug zur Region Rhein-Main/Südhessen haben.
Angesprochen sind Kunstschaffende mit professionellem Hintergrund. Eine Altersgrenze gibt es bewusst nicht. Entscheidend für die Auswahl sind nach Angaben des Regierungspräsidiums vor allem die künstlerische Qualität sowie die Förderungswürdigkeit und Förderungsbedürftigkeit der Bewerberinnen und Bewerber.
Von Malerei bis Skulptur und Installation
Wie vielfältig das Programm der Regionalgalerie ist, zeigt ein Blick auf ihre Geschichte. Die erste dokumentierte Ausstellung fand 1997 mit Papierarbeiten von Inge Müller-Weiske statt. Seither waren am Luisenplatz unter anderem Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Druckgrafik, Skulpturen, Installationen und Mixed-Media-Arbeiten zu sehen.
Auch Kooperationen mit anderen Institutionen gehören zur Geschichte der Galerie. So gab es beispielsweise Ausstellungen gemeinsam mit der Darmstädter Sezession, den Darmstädter Tagen der Fotografie und dem BBK Darmstadt-Südhessen. Zum 25-jährigen Bestehen präsentierte die Regionalgalerie 2023 Arbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler aus ihrer Geschichte.
Zuletzt waren 2025 unter anderem die Ausstellung „TRANSITION“ von Verena Freyschmidt und Paul Hirsch sowie „HAPPINESS“ mit Malerei von Liu Xue zu sehen. Das Jahr 2026 begann mit der Ausstellung „Das zum BeiSpiel“ von Juliana Jaeger, gefolgt von „KOMPLEXE GEFLECHTE“ mit Keramikkunst von Felicithas Arndt und Malerei von Gabriele Nold.
Unabhängiger Beirat entscheidet mit
Bei der Zusammenstellung des Ausstellungsprogramms wird das Regierungspräsidium von einem unabhängigen künstlerischen Sachverständigenbeirat unterstützt. Die Präsentationen sollen dabei bewusst keine Konkurrenz zu Museen oder professionellen Galerien darstellen. Vielmehr versteht sich die Regionalgalerie als Instrument der Kulturförderung und als Möglichkeit, Kunst einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Unterstützt wird die Arbeit zudem von einem gemeinnützigen Förderverein, der sich an der Finanzierung der Ausstellungen beteiligt. Dass diese Unterstützung seit vielen Jahren eine wichtige Rolle spielt, zeigt ebenfalls die Ausstellungschronik: Der Förderverein ist dort bei zahlreichen Projekten als Förderer aufgeführt.
Bewerbung nur in schriftlicher Form
Wer 2027 oder 2028 in der Regionalgalerie ausstellen möchte, kann noch bis zum 15. Oktober 2026 eine Bewerbung einreichen. Angenommen werden ausschließlich schriftliche Bewerbungsmappen. Diese sollten unter anderem eine Vita, ein Ausstellungsverzeichnis und gegebenenfalls Kataloge enthalten. Gefragt sind außerdem Angaben zur beruflichen Tätigkeit sowie zu bereits geplanten Ausstellungen in den Jahren 2027 und 2028.
Kontakt:
Regionalgalerie Südhessen
Regierungspräsidium Darmstadt
Luisenplatz 2
64283 Darmstadt
Ansprechpartnerin: Claudia Greb
E-Mail: claudia.greb@rpda.hessen.de
(RED/RPDA)
Beitragsbild: RPDA


