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Frankfurt im Aufwind, Mainz international, Offenbach im Fokus, Wehen mit Aufstiegschancen
Von Stephan Köhnlein – Aufwärtstrend bei der Eintracht, Mainz auf Europareise, zwei Eklats in Offenbach und Aufstiegshoffnungen beim SV Wehen Wiesbaden – so sieht es derzeit bei den vier anderen großen Vereinen im Rhein-Main-Gebiet aus.
Frankfurt
Zwei Heimsiege, ein Unentschieden und eine knappe Niederlage beim scheinbar übermächtigen FC Bayern München – unter dem neuen Trainer Albert Riera ist Eintracht Frankfurt gut gestartet und befindet sich weiter aussichtsreich im Rennen um einen Platz in einem europäischen Wettbewerb. Dabei wird allerdings vorerst Keeper Kaua Santos fehlen. Er zog sich im Heimspiel beim 2:0 gegen den SC Freiburg eine Innenbandverletzung im Knie zu. Glück im Unglück: Das Kreuzband ist diesmal nicht betroffen. Vor einem knappen Jahr im Europa-League-Viertelfinale gegen Tottenham Hotspur hatte er bei einem Zusammenprall einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten. Der Brasilianer entschied sich für eine konservative Therapie, weshalb er bereits im Herbst ins Tor zurückkehren konnte.
Mainz
Weiter um den Klassenerhalt bangen muss der 1. FSV Mainz 05. Im Februar holte das Team von Trainer Urs Fischer jedoch immerhin fünf von zwölf möglichen Punkten, darunter ein Sieg im Heimspiel gegen Augsburg und ein Remis bei Bayer Leverkusen. Zudem sind die Rheinhessen noch auf europäischer Bühne dabei. Am 12. und 19. März geht es gegen das Team von Sigma Olmütz aus Tschechien um den Einzug ins Viertelfinale der Conference League. 05-Sportvorstand Christian Heidel kommentiert das Los mit den Worten: „Sigma Olmütz kommt zwar nicht aus einer der großen Ligen Europas, verdient aber dennoch unseren größten Respekt. Sie können in ihrer Vereinsgeschichte auf einige Europapokalteilnahmen zurückblicken und haben in der laufenden Conference-League-Saison schon bewiesen, dass sie ein unbequemer und widerstandsfähiger Gegner sein können.“
Offenbach
Mit einem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen über den FSV Frankfurt hat Kickers Offenbach den Einzug ins Halbfinale des Hessenpokals geschafft. Dort geht es am 24. März gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die im Tabellenkeller der Regionalliga Nachbar der Kickers sind. Im ersten Liga-Spiel des Jahres kam der OFC am Bieberer Berg nicht über ein 0:0 gegen die Stuttgarter Kickers hinaus, wobei Daniel Dejanovic die Rote Karte sah. Überschattet wurde die Partie zudem von rassistischen Beleidigungen gegen den dunkelhäutigen Stuttgarter Spieler Melkamu Frauendorf, die beide Vereine in einem gemeinsamen Statement verurteilten.
Wehen Wiesbaden
Weiter in Reichweite zumindest zum Aufstiegsrelegationsrang befindet sich Drittligist SV Wehen Wiesbaden. Unter anderem gelang ein furioses 6:1 über Konkurrent MSV Duisburg. Zudem zog das Team von Trainer Daniel Scherning nach Elfmeterschießen gegen Oberligist FSV Fernwald ebenfalls ins Halbfinale des Hessenpokals ein. Dort trifft es auf Verbandsligist Germania Ober-Roden. Im Finale könnte es dann gegen Offenbach gehen.
Jenseits der Lilien – Neues aus Frankfurt, Mainz, Offenbach und Wehen
Stephan Köhnlein ist Chefredakteur des unabhängigen Online-Magazins Lilienblog rund um den SV Darmstadt 98. Hier in dieser Rubrik richtet er jeden Monat den Blick über die Lilien hinaus auf die anderen Fußballvereine im Rhein-Main-Gebiet.