Neuer Standort soll mehr Abstand zur Drogenszene bieten und Familien eine ungestörte Nutzung ermöglichen
Der südliche Spielplatz im Darmstädter Herrngarten soll verlegt werden. Der Magistrat hat sich für einen neuen Standort im südöstlichen Bereich des Parks ausgesprochen. Hintergrund ist die Drogenszene im Umfeld des Scentral an der Schleiermacherstraße. Ziel ist es, für Kinder und Familien einen Spielbereich mit größerem Abstand zur dortigen Drogenszene zu schaffen.
Als neuer Standort ist die derzeitige Biodiversitätsfläche im südöstlichen Herrngarten vorgesehen. Sie liegt rund 290 Meter vom Scentral entfernt und bietet mit etwa 3.000 Quadratmetern eine vergleichbare Fläche wie der bisherige Spielplatz.
Mehrgenerationenspielplatz mit Wasserspielelement geplant
Durch die Einbeziehung der Theaterwiese könnte der neue Bereich zu einem Mehrgenerationenspielplatz weiterentwickelt werden. Geplant ist auch die Möglichkeit für ein Wasserspielelement, das symbolisch an die Darmbachrinne erinnern soll.
Bei der Gestaltung sollen die Anforderungen des historischen Landschaftsparks berücksichtigt werden. Das vorhandene Totholz auf der bisherigen Biodiversitätsfläche soll erhalten bleiben. Außerdem ist eine lockere Gehölztrennung zwischen Landschaftspark und Spielplatz vorgesehen.
„Dieser Grundsatzbeschluss stellt einen ersten, sehr wichtigen Schritt zur Schaffung einer attraktiven Spielumgebung für Kinder und Familien im Herrngarten, dessen historischer Charakter somit gewahrt bleibt, dar“, erklärt Grünflächendezernent Michael Kolmer. Gleichzeitig könne die Verlegung zur Aufwertung des Innenstadtbereichs beitragen.
Zugang zum bisherigen Spielplatz bereits verändert
Als Sofortmaßnahme hat die Stadt die Zugänge zum bisherigen südlichen Spielplatz bereits angepasst. Der nördliche Zugang wurde provisorisch geschlossen. Im östlichen Bereich wurde stattdessen ein neuer Zugang geschaffen, der noch mit einem kleinen Tor ausgestattet werden soll. Der Südeingang bleibt weiterhin geöffnet.
Die Verlegung ist allerdings noch nicht endgültig beschlossen. Voraussetzung sind die Haushaltsgenehmigung im kommenden Jahr und die Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)

