Schau zur deutsch-polnischen Verständigung wird von Gottesdienst, Vortrag und Orgelkonzerten begleitet
Die Wanderausstellung „Versöhnung für Europa“ ist vom 25. Oktober bis 8. November in der Darmstädter Kirche Sankt Ludwig zu sehen. Im Mittelpunkt steht der Brief der polnischen katholischen Bischöfe an ihre deutschen Amtsbrüder von 1965 mit den Worten: „Wir vergeben und bitten um Vergebung“.
20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Brief zu einem Meilenstein der deutsch-polnischen Versöhnung. Sechs Schautafeln beleuchten seine historischen Hintergründe und seine Bedeutung für die europäische Verständigung. Konzipiert wurde die Ausstellung vom Geschichtszentrum Zajezdnia in Wrocław (Breslau).
Eröffnet wird sie am Sonntag, 25. Oktober, um 11 Uhr mit einem deutsch-polnischen Gottesdienst. Anschließend führt Olga Kolany vom Geschichtszentrum in die Schau ein.
Begleitprogramm zur Ausstellung
Am Montag, 26. Oktober, um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz im Deutschen Polen-Institut, Residenzschloss 1, über „Versöhnung mit Langzeitwirkung. Der Briefwechsel der polnischen und deutschen Bischöfe und seine Aktualität“.
Zwei Orgelkonzerte in Sankt Ludwig greifen das Thema auf: Am Mittwoch, 4. November, um 12.05 Uhr spielt Regionalkantor Jorin Sandau unter dem Titel „Wir vergeben und bitten um Vergebung“ Werke unter anderem von Feliks Nowowiejski, Arnold Mendelssohn und Frédéric Chopin. Am Samstag, 7. November, um 18 Uhr gestaltet Krzysztof Ostrowski eine „Versöhnungssymphonie“ mit polnischen und deutschen Orgelwerken sowie Improvisationen.
Veranstaltet wird die Ausstellung von der Akademie des Bistums Mainz, Standort Darmstadt, dem katholischen Pastoralraum Darmstadt-Mitte und der Polnischen Gemeinde Darmstadt.
Öffnungszeiten: 25. Oktober bis 8. November 2026, täglich 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
www.bistummainz.de/bildung/akademie
(MAINZ – RED/PM/Dr. Annette Wiesenheu)
Beitragsbild: Centrum Historii Zajezdnia


