Veranstaltung erinnert an Verbrechen der NS-Zeit vor über 80 Jahren
Mehrere Initiativen und Organisationen erinnern am Sonntag, 15. März, an die Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie Sinti aus der Region während der NS-Zeit. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 12 Uhr in der Galerie Kurzweil am ehemaligen Güterbahnhof in der Darmstadt (Bismarckstraße 133).
Zu der Veranstaltung laden die Initiative Gedenkort Güterbahnhof Darmstadt, die Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Landesverband Hessen Deutscher Sinti und Roma, die Jüdische Gemeinde Darmstadt sowie Bündnisse gegen Rechts in Südhessen ein. Bürgerinnen und Bürger sowie Medienvertretende sind zur Teilnahme eingeladen.
Deportationen über den Darmstädter Güterbahnhof
Der ehemalige Güterbahnhof spielte während der nationalsozialistischen Diktatur eine zentrale Rolle bei Deportationen aus Südhessen. Am 15. März 1943 deportierte die Darmstädter Kriminalpolizei 69 Sinti aus Darmstadt und der Umgebung.
Bereits am 20. März 1942 war die erste Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger über Darmstadt erfolgt. Von hier aus wurden Männer, Frauen und Kinder – darunter auch Säuglinge – in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.
Viele Jüdinnen und Juden aus südhessischen Städten und Gemeinden wurden zunächst nach Darmstadt gebracht und anschließend vom Güterbahnhof aus in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz concentration and extermination camp deportiert.
Erinnerung und Mahnung
Mit der Gedenkveranstaltung soll an die Opfer erinnert und zugleich ein Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung gesetzt werden.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)
