Stadt behandelt tausende Bäume zum Schutz der Bevölkerung
Die Darmstadt startet voraussichtlich ab Mitte April 2026 erneut Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner. Ziel ist es, die Bevölkerung vor gesundheitlichen Risiken durch die Raupen zu schützen.
Gesundheitsgefahr durch Brennhaare
Die feinen Brennhaare der Raupen können bei Kontakt Hautreizungen, Juckreiz und allergische Reaktionen bis hin zu Atemproblemen auslösen. Da sich die Haare leicht über die Luft verbreiten, besteht auch ohne direkten Kontakt ein Risiko.
Behandlung von rund 3.600 Bäumen
Im gesamten Stadtgebiet werden etwa 3.600 Eichen präventiv behandelt. Betroffen sind unter anderem Standorte an:
Spielplätzen und Friedhöfen
öffentlichen Grünanlagen und Straßen
Schulen, Kitas und Freibädern
Zum Einsatz kommt ein biologisches Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis. Die Behandlung erfolgt mit Hochleistungssprühgeräten.
Maßnahmen auch an Gewässern und per Hubschrauber
Zusätzlich sind Maßnahmen an mehreren Gewässern geplant, darunter:
Großer Woog
Steinbrücker Teich
Grube Prinz von Hessen
Erich-Kästner-See
Arheilger Mühlchen
Hier werden Nematoden eingesetzt, die nur in den Abend- und Nachtstunden angewendet werden können.
Ergänzend sind Einsätze per Hubschrauber vorgesehen, unter anderem am Waldfriedhof sowie am Freizeitgelände Orplid. In diesen Bereichen kann es zu kurzfristigen Sperrungen kommen.
Zweite Behandlung geplant
Da die Bekämpfung in zwei Durchgängen erfolgt, ist eine weitere Maßnahme Ende April 2026 vorgesehen.
Hintergrund zur Ausbreitung
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund milder Winter und heißer Sommer stark ausgebreitet. Die Raupen leben auf Eichen und bewegen sich häufig in charakteristischen „Prozessionen“ zu ihren Fressplätzen.
Weitere Informationen stellt die Stadt online unter
www.darmstadt.de bereit.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)
