Kranzniederlegung zum 125. Todestag am Johannesplatz
Wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt mitteilt, wird am Freitag, 27. März, des Stadtplaners und Unternehmers Heinrich Blumenthal gedacht. Anlass ist sein 125. Todestag. Geplant ist eine Kranzniederlegung an der Heinrich-Blumenthal-Gedenktafel am Johannesplatz.
Oberbürgermeister Hanno Benz würdigt Blumenthal als eine prägende Persönlichkeit der Stadtgeschichte, die maßgeblich zur Entwicklung Darmstadts beigetragen habe.
Wegbereiter des Johannesviertels
Heinrich Blumenthal gilt als Gründer des heutigen Johannesviertels im Darmstädter Nordwesten. Bereits 1871 stellte er Pläne zur Erweiterung des Stadtgebiets vor, die noch im selben Jahr genehmigt wurden. In den folgenden Jahren entstand ein neues Stadtquartier, das zunächst den Namen Blumenthal-Viertel trug und später in Johannesviertel umbenannt wurde.
Das Viertel entwickelte sich zu einem bedeutenden Wohngebiet im Stil der Gründerzeit und blieb als eines der wenigen Innenstadtquartiere weitgehend von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont.
Engagement in Politik und Gesellschaft
Blumenthal war nicht nur als Bauunternehmer und Maschinenbaufabrikant tätig, sondern auch politisch engagiert. Als Stadtverordneter der Nationalliberalen Partei wirkte er über Jahrzehnte an der Entwicklung Darmstadts mit.
Zudem spielte er als Vorsitzender der liberalen jüdischen Gemeinde eine zentrale Rolle beim Bau der Liberalen Synagoge in der Friedrichstraße im Jahr 1876.
Erinnerung an eine prägende Persönlichkeit
Für seine Verdienste erhielt Blumenthal unter anderem das Ritterkreuz II. Klasse des Ludewigs-Ordens und wurde zum Kommerzienrat ernannt.
Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Bessungen. Seit 2015 erinnert zudem eine Gedenktafel am Johannesplatz an den Gründer des Viertels.
(DARMSTADT – RED/PSD/dk)
