Rund 70 Zeichnungen und Videodokumentationen im neuen Ausstellungsraum
Mit einer Ausstellung des Darmstädter Künstlers Rainer Lind eröffnet die Galerie EPES ihre neuen Räumlichkeiten im PAMO-Viertel an der Mainzer Straße 79 in Darmstadt. Unter dem Titel „In den Pfützen der Erosion“ werden ab Donnerstag, 5. November 2026, rund 70 Zeichnungen und mehrere Videodokumentationen gezeigt. Die Ausstellung bietet einen umfangreichen Einblick in das vielseitige Schaffen des Künstlers.
Auf mehr als 300 Quadratmetern präsentiert die Galerie erstmals in diesem neuen Umfeld eine größere Auswahl aus Linds Werk. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die sich zwischen Zeichnung und Malerei bewegen und durch Videolandschaften ergänzt werden.
Experimentelle Materialien und unterschiedliche Techniken
Rainer Lind arbeitet mit ungewöhnlichen Materialkombinationen. Leinöl, Eisenoxid, Grafit und Schellack kommen auf Leinwand, Karton oder Papier zum Einsatz. Dabei spielen auch die Veränderungen der Materialien während des Trocknens eine wichtige Rolle.
Durch das Auslaufen, Verfransen und Trocknen entstehen Formen und Strukturen, die der Künstler aufgreift, kontrolliert und weiterentwickelt. Kräftige Kohlestriche treffen auf feine Bleistiftlinien, fließende Bewegungen wechseln sich mit abrupten Unterbrechungen ab.
In den Bildausschnitten und inneren Strukturen seiner Arbeiten werden wiederkehrende Motive sichtbar. Dazu gehören insbesondere Landschaften und Figuren, die Lind in unterschiedlichen Formen und Zusammenhängen aufgreift.
Zeichnungen und Videodokumentationen
Neben den rund 70 Zeichnungen sind auf mehreren Monitoren Videolandschaftsdokumentationen zu sehen. Damit verdeutlicht die Ausstellung die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen, mit denen sich Lind seit vielen Jahren beschäftigt.
Ein weiterer Programmpunkt ist für Donnerstag, 12. November, vorgesehen. An diesem Abend zeigt und kommentiert Rainer Lind ab 19 Uhr eine Auswahl seiner Videointerviews.
Die Ausstellung endet am Donnerstag, 19. November, mit einer Finissage um 19 Uhr.
Künstler mit enger Verbindung zu Darmstadt
Rainer Lind studierte von 1975 bis 1979 Design an der damaligen Fachhochschule Darmstadt und setzte seine Ausbildung 1980 und 1981 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Gotthard Graubner fort.
1983 erhielt er einen Preis der Darmstädter Sezession, der er seither angehört. Drei Jahre später wurde er mit dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis für Malerei des Landkreises Darmstadt-Dieburg ausgezeichnet. 1989 erhielt er ein Stipendium des Landes Hessen für einen Aufenthalt in der Casa Baldi in Olevano Romano.
Neben seiner bildnerischen Arbeit beschäftigt sich Lind seit vielen Jahren mit Musik, Multimedia und Videoprojekten. Seit 2001 ist er als Dozent für Multimedia und Webanwendungen an der Philipps-Universität Marburg tätig. Zum Wintersemester 2026 übernimmt er dort zusätzlich einen Lehrauftrag im Bereich Interviews und Videoformate am Institut für Medienwissenschaft.
Auch an der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt war beziehungsweise ist Lind in der Lehre tätig.
Die wichtigsten Daten
Was: Ausstellung „In den Pfützen der Erosion“ – Zeichnungen und Videos von Rainer Lind
Wo: Galerie EPES, Mainzer Straße 79, 64293 Darmstadt
Eröffnung: Donnerstag, 5. November 2026, 19 Uhr
Sonderveranstaltung: Donnerstag, 12. November 2026, 19 Uhr – Rainer Lind zeigt und kommentiert Videointerviews
Finissage: Donnerstag, 19. November 2026, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag, 14 bis 18 Uhr
Samstag: 12 bis 15 Uhr
Weitere Besichtigungen: nach telefonischer Vereinbarung unter 0173 3203427
E-Mail: mail@galerie-epes.de
Weitere Informationen: rainer-lind.de
(DARMSTADT – RED/PM)


