Hessens Kulturminister Timon Gremmels würdigt das ehrenamtliche Engagement und die Bedeutung des Museums als Treffpunkt – 2.000 Euro Preisgeld
Das Museum Reinheim darf sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Hessens Kunst- und Kulturminister Timon Gremmels hat die Einrichtung im ehemaligen Pfarrhaus zum „Museum des Monats“ ernannt. Mit der Ehrung, die unter dem diesjährigen Motto „Museum als Dritter Ort“ steht, ist ein Preisgeld von 2.000 Euro verbunden. Gewürdigt wird insbesondere das Engagement der mehr als 40 Ehrenamtlichen, die das Museum nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als lebendigen Treffpunkt für die Menschen in Reinheim gestalten.
Das Museum vermittelt die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner auf vielfältige Weise. Eine funktionstüchtige Schmiede und ein Webraum geben Einblicke in frühere Arbeitswelten. Eine historische Apotheke und ein Herrenzimmer lassen den Alltag vergangener Zeiten lebendig werden. Luftschutzkeller und Notquartier erinnern dagegen an schwierige und entbehrungsreiche Kapitel der Geschichte.
Mehr als ein Ort für historische Ausstellungen
Mit dem Wettbewerb „Museum des Monats“ zeichnet das Land Hessen besonders gelungene Museumsarbeit aus. Der diesjährige Schwerpunkt „Museum als Dritter Ort“ richtet den Blick auf Einrichtungen, die neben ihrer klassischen Aufgabe als Ausstellungs- und Bildungsort auch Möglichkeiten zur Begegnung und zum gesellschaftlichen Austausch bieten.
Genau diese Funktion erfüllt nach Auffassung der Jury das Museum Reinheim.
„Das Museum Reinheim ist Ausstellungsort und offener Treffpunkt in einem: Hier begegnen sich Menschen und tauschen sich aus, lernen über ihre Heimat dazu und genießen das Zusammensein“, erklärte Kulturminister Timon Gremmels bei der Auszeichnung.
Die freundliche und familiäre Atmosphäre mache das Museum zu einem besonderen Begegnungsort und entspreche damit in hervorragender Weise dem diesjährigen Wettbewerbsschwerpunkt.
Mehr als 40 Ehrenamtliche engagieren sich
Besonders hob der Minister das ehrenamtliche Engagement hervor. Mehr als 40 Menschen bringen sich regelmäßig in die Museumsarbeit ein. Sie organisieren Feste, unterstützen örtliche Vereine und entwickeln Angebote für unterschiedliche Altersgruppen.
„Das Besondere am Museum Reinheim sind die Menschen, die darin aktiv sind“, betonte Gremmels.
Durch ihre Arbeit sei das Museum längst zu einem selbstverständlichen Bestandteil des städtischen Lebens geworden – auch unabhängig von klassischen Museumsbesuchen.
Das Engagement hat in Reinheim eine lange Tradition. Seit Generationen tragen Bürgerinnen und Bürger dazu bei, die Einrichtung zu erhalten und weiterzuentwickeln.
Sonderausstellungen und Angebote für alle Generationen
Neben seiner Dauerausstellung widmet sich das Museum regelmäßig besonderen Themen aus der Region. In diesem Jahr steht beispielsweise die Sonderausstellung „Apfelglück“ auf dem Programm.
Auch beim Reinheimer Heimatfest ist das Museum aktiv. Dabei arbeitet das Team mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter dem Ausländerbeirat und dem Jugendforum.
Ein weiteres Angebot sind die sogenannten Vereinsvitrinen. Sie werden wechselweise von Reinheimer Vereinen gestaltet und ermöglichen es diesen, sich und ihre Arbeit im Museum vorzustellen. Zugleich sollen dadurch neue Besuchergruppen angesprochen werden.
Begegnungen sind aber auch unabhängig von Veranstaltungen ausdrücklich erwünscht. So steht der Stammtisch der Museumsleute auch Gästen offen. Der Museumshof mit seinen Sitzbänken kann ebenfalls von allen genutzt werden.
Damit ist das Museum nicht nur ein Ort, an dem Geschichte bewahrt und vermittelt wird, sondern auch ein Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben in Reinheim.
Neue Bewerbungsrunde läuft bereits
Die Auszeichnung „Museum des Monats“ wird im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens vergeben. Über die Auswahl entscheidet eine Jury, der jeweils zwei Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie des Museumsverbands Hessen angehören. Je nach Themenschwerpunkt wird das Gremium durch eine weitere Fachperson ergänzt.
Museen können sich bereits für die nächste Wettbewerbsrunde bewerben. Im kommenden Jahr stehen die Themen „Nachhaltige Projekte“ und „Soziale Teilhabe“ im Mittelpunkt.
Die Bewerbungsfrist endet am 15. Dezember 2026.
Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Bewerbung gibt es auf der Internetseite des Hessischen Kulturministeriums.
(REINHEIM – RED/Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur)
Beitragsbild: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur


