Wie das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Menschen in allen Lebensphasen begleitet
Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gehört zu den prägenden Einrichtungen der Gesundheitsversorgung in Darmstadt. Mit seinem breiten medizinischen Angebot, spezialisierten Zentren und sozialen Einrichtungen wie dem Elisabethen-Hospiz begleitet das Haus Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen – von akuter medizinischer Versorgung bis hin zur Betreuung am Lebensende.
Im Gespräch erklärt Valerie Nungesser, Referentin für Spenden und soziales Engagement Hospiz, welche Rolle das ELISABETHENSTIFT für Darmstadt und die Region spielt, wie sich die Anforderungen im Gesundheitswesen verändern und warum Hospizarbeit weit über reine Pflege hinausgeht.
Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Darmstadt ist eine zentrale Einrichtung der Gesundheitsversorgung in Darmstadt. Welche Rolle spielt Ihr Haus heute für die Menschen in der Stadt und der Region?
Das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT ist einer der Stützpfeiler der Patientenversorgung in Darmstadt und Umgebung. Derzeit fusioniert das Krankenhaus mit dem Klinikum Darmstadt. Nach Abschluss der Fusion – wenn beide Häuser eine gemeinsame Institutionskennziffer erhalten haben – werden die Krankenhäuser unter dem Namen Südhessen Kliniken am Markt auftreten und als Maximalversorger für die Gesundheit der Menschen in Südhessen zur Verfügung stehen.
Schon heute sind wir eines der größten Krankenhäuser der Stadt mit über 400 Betten und das zweitgrößte Krankenhaus in Darmstadt. Wir sind ein Krankenhaus der Regelversorgung mit einem breiten Leistungsspektrum, darunter Geriatrie, Psychiatrie, Innere Medizin und Orthopädie, sowie mehreren zertifizierten Zentren, etwa dem Hernienzentrum, Darmzentrum und Alterstraumatologischen Zentrum.
Zum ELISABETHENSTIFT gehören außerdem unter anderem das Medizinische Versorgungszentrum, das Ambulante Therapiezentrum sowie das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Elisabethen-Hospiz.
Wie hat sich die Arbeit im Elisabethenstift in den vergangenen Jahren verändert – insbesondere mit Blick auf steigende Anforderungen im Gesundheitswesen? Welche Herausforderungen erleben Sie aktuell im Bereich Pflege und medizinische Versorgung?
Das ELISABETHENSTIFT reagiert auf gesellschaftliche und demografische Entwicklungen. Es gibt zunehmend ältere Menschen, die an mehreren Erkrankungen leiden beziehungsweise eine komplexere medizinische Versorgung benötigen. Hier kommt unser Leistungsangebot unter anderem in der Geriatrie und Alterstraumatologie zum Tragen.
Auch die Zahl der Patient:innen im Bereich Psychiatrie steigt. Deshalb versorgt beispielsweise unser StäB-Team, das bei uns unter dem Namen APA (Aufsuchende akutpsychiatrische Behandlung) arbeitet, Patient:innen zu Hause. So werden sowohl deren individuellen Lebensumständen als auch dem erhöhten Patientenaufkommen Rechnung getragen. Zudem steigt die Zahl der Patient:innen, die über unsere Zentrale Notaufnahme versorgt werden müssen.
In den Teams arbeiten Mitarbeitende interdisziplinär zusammen. Das zeigt sich beispielsweise an unseren sogenannten Fast-Track-Programmen in Orthopädie und Chirurgie: Patient:innen werden bereits im Vorfeld einer Operation geschult und bereiten sich unter anderem durch physiotherapeutische Übungen gezielt vor, um gestärkt in den Eingriff zu gehen.
Am OP-Tag beziehungsweise schnellstmöglich nach der Operation werden Patient:innen durch Physiotherapeut:innen mobilisiert, von einer Fast-Track-Nurse betreut, vom Sozialdienst beraten und an Reha-Einrichtungen vermittelt. Mediziner:innen, Pflegefachkräfte, Psychotherapeut:innen und weitere Fachkräfte arbeiten während des gesamten Behandlungsprozesses eng zusammen, um einen reibungslosen Ablauf von der Vorbereitung über die Behandlung bis hin zur Erholung nach der Operation sicherzustellen.
Als akademisches Lehrkrankenhaus und großer Arbeitgeber ist das Haus zudem für die Ausbildung von Fachkräften von großer Bedeutung. Gleichzeitig engagiert es sich mit Informationsveranstaltungen aktiv für die Bevölkerung.
Heute ist das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT nicht nur ein Krankenhaus, sondern ein zentraler Gesundheitsknotenpunkt der Region, der Versorgung, Pflege und menschliche Begleitung miteinander verbindet und sich zugleich aktiv an der Weiterentwicklung der regionalen Krankenhauslandschaft beteiligt.
Das Elisabethen-Hospiz Darmstadt begleitet Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Welche Bedeutung hat diese Arbeit für Betroffene und Angehörige – und was macht Hospizarbeit so besonders?
Im September dieses Jahres feiert das Elisabethen-Hospiz sein 15-jähriges Jubiläum. Seit der Eröffnung wurden im stationären Hospiz mit seinen zwölf Zimmern mehr als 1.600 Menschen betreut. Ziel unserer Arbeit ist es, Gäste und deren Angehörige in familiärer Atmosphäre liebevoll zu umsorgen und uns für eine menschliche Sterbekultur einzusetzen.
Wir begleiten Menschen in ihren schwersten Stunden bis an ihr Lebensende. Ihrer Trauer, ihrem Schmerz, ihrer Angst, aber auch ihrer Lebensfreude wird in unserer Einrichtung Raum gegeben. Die Betreuung umfasst nicht nur körperliche Pflege, sondern auch psychische, soziale und spirituelle Unterstützung. Gespräche, Zuhören und das Eingehen auf individuelle Wünsche spielen dabei eine zentrale Rolle im Alltag. Pflegekräfte, Ärzt:innen, Sozialarbeiter:innen, Seelsorger:innen und Ehrenamtliche arbeiten eng zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit.

Das Elisabethen-Hospiz wird von Merck unterstützt. Welche konkrete Bedeutung hat dieses Engagement für Ihre Arbeit und Ihre Angebote?
Das Elisabethen-Hospiz hat aufgrund seiner besonderen Finanzierungsform einen jährlichen Spendenbedarf von 150.000 Euro. Der Tagessatz von 525 Euro wird lediglich zu 95 Prozent von den Krankenkassen übernommen. Darüber hinaus werden weitere Projekte, Anschaffungen und zusätzliche Therapien ausschließlich durch Spenden finanziert.
Wir freuen uns sehr, dass sich das Elisabethen-Hospiz dank der Unterstützung von Merck in den vergangenen Jahren weiterentwickeln konnte und wir mit dieser finanziellen Hilfe wichtige Anschaffungen für unsere Gäste realisieren konnten.
Geht die Unterstützung durch Merck über finanzielle Hilfe hinaus – etwa im Sinne einer langfristigen Partnerschaft oder eines gemeinsamen gesellschaftlichen Engagements für Darmstadt?
Die kontinuierliche und verlässliche Unterstützung ist für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert. Wir freuen uns sehr, Merck als Partner an der Seite des AGAPLESION ELISABETHENSTIFT Elisabethen-Hospizes zu wissen und gemeinsam einen Beitrag zum gesellschaftlichen Engagement in der Region zu leisten.“
(Von Alexander Götz)
Lebenswertes Darmstadt
powered by MerckMerck engagiert sich aktiv für eine lebenswerte Region. Gemeinsam mit seinen Partnern schafft das Unternehmen ein Umfeld, in dem Bildung, Sport, Kunst und Gesundheit gedeihen können.
Doch das kostet Geld. Mitgliedsbeiträge reichen da nicht immer aus. In dieser Reihe stellen wir ausgewählte Darmstädter Vereine vor, die durch die Unterstützung von Merck gefördert werden – sei es im Sport, in der Kultur, im Gemeinwohl oder in der naturwissenschaftlichen Bildung.
Jeder dieser Vereine hat eine einzigartige Geschichte und trägt auf seine Weise zur Stärkung der Gemeinschaft bei. Wir haben bei den Verantwortlichen nachgefragt, was ihren Verein ausmacht und wie die Partnerschaft mit Merck nicht nur finanzielle Unterstützung bietet, sondern auch Wachstum und Entwicklung schafft.
Erfahren Sie mehr darüber, wie vielfältig die Darmstädter Vereinslandschaft ist und wie Merck und seine Partner gemeinsam mehr schaffen – für eine lebenswerte Region.
