Neues Interimsgebäude schafft Platz für steigende Schülerzahlen
Die Georg-Büchner-Schule (GBS) in Darmstadt hat ein neues Interimsgebäude erhalten. Mit sechs zusätzlichen Unterrichtsräumen reagiert die Wissenschaftsstadt auf die steigenden Schülerzahlen und die damit verbundenen räumlichen Engpässe. Stadtkämmerer André Schellenberg und Schuldezernent Holger Klötzner haben den Neubau kürzlich offiziell eingeweiht.
Das Gebäude wurde innerhalb von rund sechs Monaten in modularer Bauweise errichtet und stand bereits zum Beginn des Schuljahres 2026/27 im August zur Verfügung. Bei der Planung mussten sowohl die begrenzten Platzverhältnisse auf dem Schulgelände als auch der Denkmalschutz berücksichtigt werden.
Steigende Schülerzahlen erfordern zusätzliche Räume
Wie andere weiterführende Schulen in Darmstadt steht auch die Georg-Büchner-Schule vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern unterzubringen.
Für das Schuljahr 2026/27 bestand ein zusätzlicher Bedarf an sechs Unterrichtsräumen. Da dieser kurzfristig gedeckt werden musste, suchte die Stadt nach Möglichkeiten, die vorhandenen Flächen auf dem Schulgelände besser zu nutzen.
Eine zusätzliche Herausforderung stellt die Rückkehr der Darmstädter Gymnasien von der achtjährigen zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) dar. Mit Ausnahme der Lichtenbergschule sind die Gymnasien von dieser Umstellung betroffen, wodurch sich der Raumbedarf weiter erhöht.
Die Georg-Büchner-Schule verzeichnet zudem aufgrund ihres bilingualen Zweigs und ihres sportlichen Profils eine hohe Nachfrage.
Modulare Bauweise ermöglicht schnelle Umsetzung
Die Stadt entschied sich für ein Interimsgebäude in modularer Bauweise. Als Standort konnte ein Teil der bisherigen Parkfläche vor der Sporthalle und der Turnhalle genutzt werden.
Das Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA) setzte das Projekt in Zusammenarbeit mit dem städtischen Schulamt, dem Denkmalschutz, dem Grünflächenamt und der Technischen Universität Darmstadt um.
Stadtkämmerer André Schellenberg hebt insbesondere die kurze Bauzeit hervor.
„Trotz des kurzen Zeithorizonts von einem knappen halben Jahr konnte dieser Raumbedarf bis zum Beginn des neuen Schuljahrs im August 2026 abgedeckt werden“, erklärt Schellenberg.
Bei der Gestaltung wurde darauf geachtet, dass das neue Gebäude das denkmalgeschützte Schulensemble möglichst wenig verdeckt. Auch die Farbgebung wurde auf die bestehenden Schulgebäude abgestimmt.
Moderne Ausstattung und Nutzung von Solarstrom
Der neue Gebäudekomplex verfügt über ein flach geneigtes Satteldach mit Wärmedämmung. Die Beheizung erfolgt über Klimasplitgeräte.
Für die Stromversorgung können die Photovoltaikanlagen auf den bestehenden Gebäuden der Georg-Büchner-Schule genutzt werden. Nach Angaben der Stadt decken diese den Strombedarf des Interimsgebäudes während des überwiegenden Teils des Jahres.
Die zusätzlichen Unterrichtsräume sind hochwertig und digital ausgestattet.
Schuldezernent Holger Klötzner betont, dass die räumliche Erweiterung notwendig sei, um den steigenden Anforderungen des Schulbetriebs gerecht zu werden.
„Die Georg-Büchner-Schule leistet sehr gute pädagogische Arbeit und entwickelt sich stetig weiter, auch mit Blick auf die Schülerzahlen. Zur Deckung der gestiegenen Bedarfe braucht es hochwertige und digital ausgestattete Unterrichtsräume“, erklärt Klötzner.
Er würdigt außerdem die Zusammenarbeit zwischen den städtischen Ämtern und der Schulleitung, durch die das Projekt innerhalb weniger Monate umgesetzt werden konnte.
Grundstück ging in städtischen Besitz über
Für die Errichtung des Interimsgebäudes wurde ein Teil der Parkfläche vor den Sporthallen genutzt.
Im Zusammenhang mit dem Bauprojekt ging das betreffende Grundstück vom Land Hessen beziehungsweise der TU Darmstadt in den Besitz der Wissenschaftsstadt Darmstadt über. Zuständig ist das städtische Immobilienmanagement IDA.
Damit konnte die Stadt die benötigten Flächen für die Erweiterung des Schulstandorts sichern.
Georg-Büchner-Schule ist denkmalgeschützt
Die Georg-Büchner-Schule gehört zu den sogenannten Darmstädter Meisterbauten aus den 1950er-Jahren und steht unter Denkmalschutz.
In der Vergangenheit wurden bereits Teile der Schule saniert, zuletzt die kleine Turnhalle. Außerdem wurde der Schulkomplex um eine Mensa erweitert.
Die Schule ist ein wichtiger weiterführender Schulstandort im Osten Darmstadts. Neben ihrem bilingualen Zweig verfügt sie über ein ausgeprägtes sportliches Profil mit speziellen Sportklassen, Sport als Abiturprüfungsfach und der Anerkennung als vom Land Hessen gefördertes „Regionales Talentzentrum“.
Die neuen Unterrichtsräume sollen dazu beitragen, die vorhandenen Gebäude zu entlasten und die räumlichen Voraussetzungen für den Schulbetrieb zu verbessern.
Die wichtigsten Informationen
Schule: Georg-Büchner-Schule (GBS), Darmstadt
Baumaßnahme: Errichtung eines Interimsgebäudes in modularer Bauweise
Zusätzliche Kapazität: Sechs Unterrichtsräume
Fertigstellung: Zum Beginn des Schuljahres 2026/27 im August 2026
Bauzeit: Rund sechs Monate
Standort: Ehemalige Teilfläche des Parkplatzes vor Sporthalle und Turnhalle
Ausstattung: Digital ausgestattete Unterrichtsräume, gedämmtes Satteldach und Beheizung über Klimasplitgeräte
Energieversorgung: Photovoltaikanlagen der bestehenden Schulgebäude decken den Strombedarf während des überwiegenden Teils des Jahres
Besonderheit: Berücksichtigung des Denkmalschutzes beim Bau neben dem historischen Schulensemble
Zuständig: Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
(DARMSTADT – PSD/RED/stip)

