Vorabbekanntmachung soll Vergabeoption sichern – Entscheidung über Finanzierung steht noch aus
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt will sich die Möglichkeit offenhalten, den HeinerLiner auch ab 2028 weiterzuführen. Der Magistrat bereitet dafür eine vergaberechtlich notwendige Vorabbekanntmachung vor. Eine Entscheidung über den tatsächlichen Weiterbetrieb und dessen Finanzierung ist damit noch nicht verbunden.
Vorgesehen ist die Option, den On-Demand-Verkehr über den 1. Januar 2028 hinaus im Rahmen eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags an die HEAG mobilo GmbH zu vergeben. Die endgültige Entscheidung bleibt jedoch den zuständigen politischen Gremien vorbehalten.
HeinerLiner könnte einzelne Busfahrten ersetzen
Mit einer dauerhaften Fortführung verbindet die Stadt auch Überlegungen zur Weiterentwicklung des Nahverkehrs. So könnte der HeinerLiner künftig in nachfrageschwachen Randzeiten Buslinien oder einzelne Fahrten entsprechend der tatsächlichen Nachfrage ersetzen.
Die jetzt geplante Vorabbekanntmachung ist zunächst erforderlich, um diese Möglichkeit vergaberechtlich offenzuhalten. Sie verpflichtet die Stadt nach eigenen Angaben noch nicht dazu, den Dienst ab 2028 tatsächlich weiterzuführen.
Finanzierung wird in Haushaltsberatungen entschieden
Auch unmittelbare Kosten entstehen durch die Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung laut Stadt nicht. Finanzielle Auswirkungen würden erst mit dem Abschluss eines öffentlichen Dienstleistungsauftrags und dem tatsächlichen Weiterbetrieb entstehen.
Ob es dazu kommt, soll auch von den anstehenden Haushaltsberatungen abhängen. Darmstadts Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey verweist dabei auf die angespannte Haushaltslage.
„Die Vorabbekanntmachung ist ein wichtiger Schritt, um die Option für einen modernen und flexiblen ÖPNV in Darmstadt langfristig zu sichern“, sagt Wandrey. Gleichzeitig bleibe die Stadt damit handlungsfähig, bevor über die künftige Finanzierung entschieden werde.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)

