Behörden bitten Bevölkerung um Hinweise auf problematische Arten
Wie das Regierungspräsidium Darmstadt mitteilt, wurde am Donnerstag das sogenannte Glatte Zackenschötchen auf einem Deich bei Leeheim und Erfelden bekämpft. Die invasive Pflanzenart hatte sich dort bereits stark ausgebreitet.
Um die weitere Verbreitung einzudämmen, passte die Deichmeisterei gemeinsam mit der Oberen Naturschutzbehörde den bisherigen Mahdplan an. Normalerweise werden die betroffenen Deichabschnitte erst ab Mitte Juni gemäht.
Artenreiche Deiche trotz invasiver Pflanzen schützen
Seit 2019 arbeiten der Staatliche Wasserbau und die Obere Naturschutzbehörde im Rahmen des Projekts „Blühende Deiche“ zusammen. Ziel ist es, die Deiche sowohl sicher als auch artenreich zu gestalten.
Dafür wird unter anderem eine sogenannte Staffelmahd eingesetzt. Dabei werden einzelne Abschnitte zeitversetzt gemäht, damit seltene Pflanzen bessere Überlebenschancen haben und möglichst lange Blühflächen erhalten bleiben.
Immer wieder treten jedoch invasive oder problematische Arten auf. Dazu zählen neben dem Glatten Zackenschötchen auch das giftige Jakobs-Kreuzkraut, der Japanische Staudenknöterich oder der Riesenbärenklau.
RP bittet um frühzeitige Meldungen
„Wir sind immer dankbar für Hinweise auf Vorkommen invasiver Pflanzenarten auf den Deichen“, erklärt Elisabeth Apel-Isbarn von der Oberen Naturschutzbehörde.
Die Behörde bittet Bürgerinnen und Bürger darum, auffällige Pflanzen telefonisch oder per E-Mail zu melden. Gleichzeitig wird davor gewarnt, die Pflanzen eigenständig zu entfernen. Viele invasive Arten könnten sich gerade durch falsches Entfernen weiter ausbreiten.
Nach Angaben des RP hatten Unbekannte bereits erste Pflanzen herausgerissen oder umgetreten, bevor die geplante Bekämpfungsmahd durchgeführt wurde. Dadurch könnten Samen weiter verbreitet worden sein.
Weitere Informationen gibt es beim Regierungspräsidium Darmstadt Hochwasserschutz sowie beim Klimaplan Hessen.
(DARMSTADT – RED/RPDA)
Beitragsbild: Mähtraktor vor einer großen Fläche mit Glattem Zackenschötchen. Foto: RP Darmstadt
