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Rodungsarbeiten abgeschlossen – Nächste Schritte am UNESCO-Welterbe
Die Arbeiten für das Informationszentrum am Osthang der Mathildenhöhe Darmstadt können beginnen. Nach Abschluss der Rodungsarbeiten starten nun die vorbereitenden Maßnahmen für den Bau des Informationszentrums der UNESCO-Welterbestätte.
Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz dankte den eingesetzten Polizeikräften für ihr besonnenes und professionelles Vorgehen in den vergangenen Tagen. Ebenso sprach er Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey sowie Stadtplanungs- und Umweltdezernent Michael Kolmer seinen Dank für die Unterstützung bei der Umsetzung der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung aus.
Gleichzeitig würdigte der Oberbürgermeister den überwiegend friedlichen Protest am Osthang. Der Fund einer mit Nägeln versehenen, wenn auch ungefüllten Propangasflasche überschreite jedoch klar die Grenzen legitimen Protests.
Langjähriger Beschluss mit demokratischer Legitimation
Die Entscheidung für ein Informationszentrum wurde bereits 2016 getroffen – noch vor der Anerkennung der Mathildenhöhe als UNESCO-Welterbe. Das Projekt sei seither fachlich fundiert geplant und unter Beteiligung des Welterbe-Beirats sowie von ICOMOS weiterentwickelt worden.
Nach Angaben der Stadt wird das Vorhaben von einer breiten Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung getragen. Ein alternatives Kulturzentrum sei in den damaligen Planungen nicht vorgesehen gewesen.
Perspektive für OHA e.V. und Kulturszene
Mit Blick auf die Initiative OHA e.V. betonte die Stadt ihre Bereitschaft, die Kosten für den Umzug der Main-Hall in Höhe von rund 70.000 Euro zu übernehmen. Ziel sei eine vertragliche Einigung, wobei das Gebot der Gleichbehandlung gegenüber allen Kulturschaffenden gewahrt bleiben müsse.
Als neuer Standort für die Kulturszene wird das Pallaswiesen- und Mornewegviertel genannt.
Barrierefreies Informationszentrum als „Tor zum Welterbe“
Das geplante Informationszentrum soll barrierefrei, kompakt und funktional gestaltet werden. Es bündelt Service, Orientierung, Bildungsangebote und Infrastruktur an einem Ort und richtet sich insbesondere an Schulklassen, internationale Gäste und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Zudem wird eine stärkere touristische Vernetzung mit weiteren Welterbestätten wie der Grube Messel und dem Kloster Lorsch angestrebt.
In der kommenden Woche stehen weitere Bauvorbereitungen an. Geplant sind Baggerschürfe zur Prüfung der Gründung, die Befestigung der Fläche mit Schotter sowie das Einbringen eines Krans. Der Rückbau der Main-Hall soll voraussichtlich bis zum 20. März abgeschlossen sein.
Weitere Informationen stellt das Institut Mathildenhöhe online unter www.mathildenhoehe.de bereit.
(DARMSTADT – RED/PSD/ho)