Freilaufender Hund offenbar Ursache – Anzeige erstattet
In Riedstadt ist am Montag, 20. April 2026, ein trächtiges Reh offenbar von einem freilaufenden Hund getötet worden. Passanten entdeckten das Tier am Morgen am Rand eines Feldwegs nahe der alten Kläranlage im Stadtteil Crumstadt.
Tier durch Hundebisse getötet
Nach Angaben des zuständigen Jagdpächters wurde das Reh durch Hundebisse schwer verletzt und letztlich getötet. Der Tierkörper wies deutliche Spuren eines Angriffs auf. Der Jagdpächter hat Anzeige bei der Polizei erstattet.
Gefahr für Wildtiere in der Brut- und Setzzeit
Freilaufende Hunde stellen insbesondere im Frühjahr eine erhebliche Gefahr für Wildtiere dar. Während der Brut- und Setzzeit sind viele Tiere geschwächt oder mit der Aufzucht von Nachwuchs beschäftigt. Trächtige Rehe können bei Hetzjagden häufig nicht lange fliehen und sind daher besonders gefährdet.
Leinenpflicht in der freien Natur
In Riedstadt gilt vom 1. März bis 15. Juli eine Leinenpflicht für Hunde in der freien Natur. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Wird ein Wildtier durch einen Hund gehetzt oder verletzt, können zusätzlich naturschutzrechtliche Konsequenzen folgen.
Das Reißen eines Wildtieres wird rechtlich als Wilderei gewertet und kann strafrechtliche Folgen für den Hundehalter nach sich ziehen.
Weitere Schutzgebiete betroffen
Eine ganzjährige Leinenpflicht besteht zudem innerhalb geschlossener Ortschaften sowie in Schutzgebieten wie dem Kühkopf-Knoblochsaue. Dazu zählen auch Natura-2000-Vogelschutzgebiete sowie Flora-Fauna-Habitat- und Naturschutzgebiete.
Weitere Informationen zu den Schutzgebieten im Kreis Groß-Gerau sind online verfügbar:
www.kreisgg.de
(RIEDSTADT – RED/PSR)
