Ermittlungen nach Feuer bei GSI in Darmstadt abgeschlossen
Nach dem Brand im Bereich der elektrischen Hochspannungsversorgung des Linearbeschleunigers UNILAC Anfang Februar 2026 sind die Ermittlungen zur Ursache abgeschlossen. Wie das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung mitteilt, bestätigte das Hessische Landeskriminalamt einen technischen Defekt innerhalb eines Schaltschranks als wahrscheinliche Brandursache.
Ermittlungen am Brandort abgeschlossen
In den vergangenen Wochen hatten die Ermittlungsbehörden umfangreiche Untersuchungen am Brandort durchgeführt. Dafür wurden unter anderem beschädigte technische Anlagen sowie einzelne Dach- und Gebäudeteile entfernt, um das Schadensbild vollständig dokumentieren zu können.
Mit dem Abschluss der polizeilichen Ermittlungen können nun die weiteren Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten beginnen.
Forschungsbetrieb teilweise wieder möglich
In angrenzenden Bereichen des GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung wurden bereits kurz nach dem Brand Reinigungs- und Wiederherstellungsarbeiten durchgeführt. Ein Großteil der betroffenen Räume kann inzwischen wieder genutzt werden.
Die Wiederherstellung der beschädigten Infrastruktur hat laut GSI höchste Priorität. Aufgrund des erheblichen Schadens wird die vollständige Reparatur jedoch längere Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb arbeitet das Forschungszentrum derzeit an technischen Alternativlösungen, um den wissenschaftlichen Betrieb sowie die schrittweise Inbetriebnahme von FAIR fortführen zu können.
PHELIX und CRYRING nicht betroffen
Vom Brand betroffen war ausschließlich die Hochspannungsversorgung des UNILAC. Andere Bereiche des Campus blieben unbeschädigt, darunter der Höchstleistungslaser PHELIX sowie der Speicherring CRYRING.
Experimente am PHELIX können daher weiterhin wie geplant stattfinden. Auch am CRYRING soll der Forschungsbetrieb im September 2026 wieder aufgenommen werden.
Arbeiten an FAIR laufen weiter
Die Installations- und Inbetriebnahmearbeiten auf der FAIR-Baustelle werden laut GSI weiterhin planmäßig fortgesetzt. Für die spätere Nutzung der GSI-Anlage als Injektor für FAIR werden derzeit technische Alternativen entwickelt.
(DARMSTADT – RED/GSI)
